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Den Jahresbonus in zusätzlichen Urlaub umwandeln? Klingt perfekt, fand Targobanker Björn Zech. Er nutzte die zusätzlichen Urlaubstage, um von Duisburg nach England zu segeln.

„So einen langen Segeltörn kann man nicht planen wie einen Pauschalurlaub“, sagt Björn Zech. „Schlechtes Wetter oder kleinere Defekte können einen schnell im Zeitplan zurückwerfen. Deshalb war es mir wichtig, ein paar Tage Puffer zu haben.“ Aus diesem Grund kam es wie gerufen für ihn, dass die Bank dieses Jahr ihr neues Angebot „Urlaub statt Bonus“ einführte.

Kein alltägliches Projekt

Begonnen hatte es anderthalb Jahre zuvor: Ein guter Freund von Björn Zech hatte seine Segelyacht ‚Tide‘ vom IJsselmeer nach Duisburg gebracht. Dringende Reparaturen standen an. „Ich hatte die Tide oft gesegelt. Da gehörte es sich, auch bei der Instandhaltung zu helfen“, erzählt der Targobanker. Insgesamt wurden es knapp eintausend Stunden Arbeit, die die Freunde in die kleine Yacht steckten, um sie wieder seetüchtig zu machen.

Besonders an kalten, dunklen Winterabenden fiel es nicht leicht, mehrere Abende pro Woche in der Meidericher Schiffswerft zu verbringen. „Ich brauchte dringend ein Ziel, um das Projekt nicht aufzugeben“, erinnert sich Björn Zech. „Da kam mir der Gedanke: Falls die Tide jemals wieder seetüchtig ist, segele ich mir ihr von Duisburg nach England!“

Nach Ostern war abzusehen: Es würde funktionieren. Aber auch einige Zeit beanspruchen: Letzte Reparaturen vornehmen, von Duisburg über den Rhein an die Nordsee segeln, dort vor der Küste mit dem 8-jährigen Sohn Zeit auf dem Schiff verbringen, und schließlich mit drei Freunden nach England segeln. Wie gut, dass der Targobanker sich direkt beim Start des Programms für „Urlaub statt Bonus“ registriert hatte: Mit den zusätzlichen Urlaubstagen hatte er genügend Zeitpuffer, um diese große Reise entspannt zu planen. Warum das auch notwendig war, erzählt er in unserer Bildergalerie:

Lange Abende alleine in der Werft in Meiderich. "Die Tide ist aus Stahl, der mit den Jahren im Salzwasser korrodiert ist. Der Rumpf musste an mehreren Stellen aufgeschnitten und ausgebessert werden. Wir mussten natürlich die Inneneinrichtung entfernen. Mit jedem Teil, das wird ausbauten, kamen neue Schäden zum Vorschein.“
Die Tide kommt wieder ins Wasser. "Nach anderthalb Jahren an Land und etlichen Rückschlägen wurde die Tide endlich ins Wasser gehoben. Vorfreude beim jüngsten Crewmitglied: Mein Sohn Fiete durfte den Kran bedienen."
Auf dem Rhein Richtung Nordsee. "Die Überführung fing bester Stimmung an und endete dann schnell an der Schleppleine der Wasserschutzpolizei. Ein defektes Thermostat ließ den Motor überhitzen. Darauf folgte ein halber Tag mit Reparaturarbeiten vor Walsumer Industriekulisse.“
Zwei Wochen mit Sohn im Wattenmeer segeln. "Es ging über die Inseln Schiermonnikoog, Ameland und Terschelling nach Westen. Wir testeten die Tide auf Herz und Nieren. Mein Sohn hatte den meisten Spaß an den Seehunden und seiner selbst gebauten Krebs-Angel aus einer Wäscheklammer mit Wurstscheibe.“
Los geht’s Richtung England, Ziel: Isle of Wight. "Zu viert ging's von Workum am Ijsselmeer nach England. Bei gutem Wetter sollten die Isle of Wight und Cherbourg angelaufen werden."
Die erste Nacht auf See. "Der beschauliche Sonnenuntergang täuscht: Weit im Norden ließ ein Sturmtief ungemütliche Wellen entstehen. Sie sollten in der Nacht auf die Tide treffen. Erste Defekte und ein schwerer Fall von Seekrankheit waren die Folge. Statt mehrtägigen Segelns musste nach 24 Stunden für Reparaturen ein Hafen angelaufen werden."
Kurz vorm Ablegen in Scheveningen/Den Haag. "Der Herbst kam zu früh und brachte ein Sturmtief nach dem anderen. Bei Wellen von 3,30 Metern Höhe und 70 km/h Wind war die Nordsee ungemütlich. Nach fünf endlosen Tagen des Wartens besserte sich das Wetter und damit die Stimmung."
Dünkirchen, Frankreichs Hinterhof. "Ein kurzes Fenster guten Wetters hatte sich geschlossen. Die Tide kämpfte immer wieder mit Starkwind, hohen Wellen und viel Regen. Besonders die Nächte waren anstrengend für die Crew."
Es stinkt. "Bei einem wilden Ritt mit hohen Wellen riss ein Diesel-Schlauch ab. Parallel schlug eine Welle aufs Heck und schaffte es, hunderte Liter Wasser durch eine Lüftungsöffnung in Centstück-Größe zu drücken. Als sich das Wetter endlich beruhigt hatte, wurde wieder geschraubt."
An der Steuerbordseite wird die Flagge des Gastlands gezeigt, so ist es Tradition. "Im schnellen Wechsel wurden die Flaggen der Niederlande, Belgiens, Frankreichs und Großbritanniens aufgezogen – auch bei ruhigem Wetter eine wackelige Angelegenheit."
Nach schlafloser Nacht kommen die Kreidefelsen von Dover in Sicht. "Zwei Tage Non-Stop-Segeln waren laut Plan vorgesehen. Daraus wurden elf Tage voller Unwägbarkeiten. Gut, dass zusätzliche Urlaubstage einen Puffer boten."
Flüchtlingsboote in Dover. "Nach Ankunft der Tide machte die Border Police sieben beschlagnahmte Schlauchboote nebenan fest. 86 Flüchtlinge hatten versucht, von Frankreich aus England zu erreichen. Bei bis zu acht km/h Gezeitenstrom hatten sie ihr Leben in den wenig seetüchtigen Booten riskiert."
Feiern im Pub. "Das Ziel, die Isle of Wight, war nicht mehr drin. Aber die Crew feierte, dass sie es überhaupt bis nach England geschafft hatte. Zeitweise hatte es nicht danach ausgesehen."
Auf dem Rückweg stimmt endlich mal alles. "Perfekter Wind, zuverlässige Technik, kaum Wellen und Sonnenschein. Es ging schnell voran. Von Dover erreichte die Crew nach neun Stunden Nieuwpoort in Belgien."
Für die letzten Meilen wird der bequemste Weg gewählt. "Die Tide verließ bei Einbruch der Nacht die offene See. Über niederländische Kanäle ging’s quer durch Amsterdam zurück ins Ijsselmeer."

 

Die Tide überwintert jetzt in Workum am Ijsselmeer. 2020 stehen bei Björn Zech nur kleinere Törns an. Er ist aber bereits dabei, die nächste große Reise zu planen: „In zwei Jahren, geht der Eigner der Tide in den Ruhestand”, erzählt der Targobanker. „Ich habe schon angeboten, die Tide dann über die Biskaya und Gibraltar ins Mittelmeer zu bringen. Warmes Wasser wäre mal was Neues. Dafür bräuchte ich aber wieder eine gehörige Portion Extra-Urlaub. Gut, dass das jetzt möglich ist.“

 

Urlaub statt Bonus oder Gewinnbeteiligung

Egal ob auch Sie Ihren Urlaub verlängern möchten, vorhaben, ein Haus zu bauen, oder ganz andere Gründe haben: Alle Mitarbeiter der TARGOBANK Gruppe, die länger als 12 Monate im Unternehmen sind, können ihren Bonus für eine zusätzliche Urlaubswoche nutzen. „Urlaub statt Bonus oder Gewinnbeteiligung“ ist ebenso wie „unbezahlte Auszeit“ (hier kann ein Teil des Gehalts in bis zu vier Wochen Urlaub umgewandelt werden) eine der Initiativen aus dem Projekt „Mitarbeiter 2020“, um die Arbeitszeit für Targobanker zu flexibilisieren und ihnen mehr individuellen Freiraum zu bieten.

Für das kommende Jahr können Anträge für Urlaub statt Bonus vom 1. Dezember 2019 bis 15. Januar 2020 eingereicht werden. Zusätzliche Urlaubstage müssen in die Urlaubs- und Kapazitätsplanung passen. Um eine erfolgreiche Urlaubsplanung zu erreichen, muss die Planung von zusätzlichen Urlaubstagen zusammen mit der Führungskraft erfolgen. Weitere Informationen finden Sie im Intranet  unter dem Suchbegriff „Urlaub statt Bonus“ (Link funktioniert nur aus dem Unternehmensnetzwerk).

 

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