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Die Coronakrise stellt auch die Tafeln in Deutschland vor große Herausforderungen. Immer mehr Menschen, die zuvor nicht darauf angewiesen waren, bitten um Unterstützung. Gleichzeitig werden weniger haltbare Lebensmittel gespendet. Das Team von der Green & Social Initiative des Bereichs Operations aus Duisburg hat deshalb die Kolleginnen und Kollegen vor Ort um Spenden gebeten – und ist von der Resonanz überwältigt.

Die Bilder von leeren Supermarktregalen vom Anfang des Jahres sind uns allen noch gut in Erinnerung. „Wo sind eigentlich die ganzen Nudeln geblieben?“, hat sich das Team der Green & Social Initiative gefragt. Ob wohl jeder seine Hamsterkäufe aufgebraucht hat? Die Kollegen vermuteten, dass das eine oder andere überflüssige Paket Nudeln doch noch daheim im Küchenschrank steht. Und stellte fest: Mit diesen Nudeln und anderen haltbaren Lebensmitteln könnte man der Duisburger Tafel die dringend benötigte Unterstützung zukommen lassen.

Lebensmittel nicht verschwenden

„Lebensmittelverschwendung zu vermeiden, ist nicht nur gut für die Umwelt, über die Tafeln dient das auch einem sozialen Zweck“, erklärt Theo Peters von der Green & Social Initiative. „Für uns war es also keine Frage, ob wir das unterstützen.“ Denn auch in Duisburg erlebt die Tafel einen Zuwachs an Kunden – gleichzeitig ist es für die gemeinnützige Organisation aber schwierig, an haltbare Lebensmittel zu kommen. Die meisten Supermärkte spenden eher die leicht verderbliche Ware. So sammelt das Team um Theo Peters gezielt Lebensmittel, die auf der Wunschliste der Duisburger Tafel stehen.

Theo Peters (rechts) von der Green & Social Initiative mit Günter Spikowski von der Duisburger Tafel

Inspiriert hat die Duisburger Kollegen dabei nicht zuletzt das ehrenamtliche Engagement von Rainer Morawietz, früherer Geschäftsführer der TDG und nun im Ruhestand Vorsitzender der Tafel an seinem Wohnort. Der freut sich über den Einsatz seiner ehemaligen Kollegen: „Gemeinsam anpacken und helfen, wo Hilfe gebraucht wird – das zeichnet nicht nur die Tafeln aus, sondern ist auch eine der Stärken von Operations.“

Große Hilfsbereitschaft bei den Duisburger Kollegen

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Ein ganzer Meetingraum mit haltbaren Lebensmitteln ist bei der ersten Spendensammlung zusammengekommen. „Uns ist es wichtig, dass sich jeder beteiligen kann“, betont Theo Peters. „Egal, ob jemand einfach einen Liter H-Milch vom Einkauf mitbringt oder die Hamsterkauf-Nudeln spendet, jeder Beitrag hilft.“ Umso überraschter waren die Kollegen, als sich einzelne Duisburger Teams untereinander organisiert und gemeinsam Spenden gesammelt haben. Thomas Bottlaender, Zentrale Kontrollen und Betrugsprävention, hat den Spendenaufruf direkt an seine Kollegen auf der achten Etage weitergeleitet und eine zentrale Sammelstelle für das Team eingerichtet.

Sibel Sun und Sohn Akin kauften für die Kolleginnen und Kollegen mit ein

Sibel Sun aus dem Bereich Projekte und Live Systeme (PULS) übernahm gleich den ganzen Einkauf für ihr Team und die Kollegen aus dem Robotics Team. „Viele von uns sind im Home Office, wollten sich aber trotzdem engagieren“, berichtet sie. So hat sie innerhalb weniger Tage über 400 Euro gesammelt und ist mit der Tafel-Wunschliste in der Hand gleich zwei Mal einkaufen gegangen. „Beim ersten Mal war mein Auto voll und es hat nichts mehr hereingepasst“, sagt sie lachend.

Ein Meetingraum voller Lebensmittel

Begeistert von der Resonanz ist auch Günter Spikofski von der Tafel Duisburg: „Die gesamte Aktion ist wirklich toll. Vielen Dank, ganz besonders an alle fleißigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die all die Lebensmittel hier gesammelt haben. Das nächste Mal bringen wir einen weiteren Wagen mit!” Für Theo Peters steht fest: „Wir machen auf jeden Fall weiter und werden noch einmal eine Spendensammlung für die Duisburger Tafeln organisieren – am liebsten noch vor Weihnachten.“ Freuen würde sich das Team, wenn auch andere Targobanker etwas gegen Lebensmittelverschwendung unternehmen und sich dabei für soziale Zwecke engagieren würden: „Nachahmer sind mehr als willkommen“, betont Theo Peters. „Krisen treffen oft diejenigen am härtesten, die ohnehin schon wenig haben. Wenn wir da helfen können, geben wir auch mit privatem Engagement ein bisschen Rückenwind .“

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