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Was ist das für ein Gefühl, jemandem das Leben zu retten? Targobanker Markus Lawrenz hat das selbst erfahren. Und er lädt uns alle ein, es ihm gleich zu tun: Gemeinsam mit Ça va, dem Gesundheitsmanagement der Bank, organisiert er im September eine Typisierungsaktion für die DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei).

Herr Lawrenz, wie sind Sie zu Ihrem Engagement für die DKMS gekommen?

Was der Anlass war, kann ich tatsächlich gar nicht mehr genau sagen. Ich hatte mit dem Thema privat keine Berührungspunkte. Ich habe einfach Werbung für die DKMS gesehen und gedacht: Eine gute Sache, da mache ich mit. Das ist jetzt mittlerweile zehn Jahre her. Acht Jahre lang habe ich dann nichts mehr gehört – bis ich im November 2018 einen Brief der DKMS bekam. Darin teilte man mir mit, dass ich als Spender in Frage käme.

Wie ging es dann weiter?

Ich musste zunächst für eine Blutabnahme zum Hausarzt, um zu prüfen, ob meine Stammzellen auch wirklich genau zum Spendenempfänger passen. Das taten sie glücklicherweise und dann ging alles ganz schnell: Am 5. Dezember 2018 kam ich in ein auf Stammzellenspenden spezialisiertes Krankenhaus in Köln. Bei mir wurde eine Knochenmarkentnahme durchgeführt. Das Verfahren wird nur bei rund 20 Prozent der Spender angewandt, die Regel ist die weitaus weniger aufwendige periphere Stammzellenspende, die mit einer langen Blutspende zu vergleichen ist. Welches Verfahren angewendet wird, entscheidet der Arzt, je nach Diagnose und Bedarf des Spendenempfängers – die Konzentration von Stammzellen ist nämlich bei beiden Verfahren unterschiedlich. Trotz des komplizierteren Verfahrens: Meine Knochenmarkentnahme dauerte nur 15 Minuten und danach hatte ich ein paar Tage lang grippeähnliche Symptome und Gliederschmerzen – die Tatsache, dass ich damit jemandem das Leben retten konnte, war das allemal wert.

 

Glücklicher Spender: Markus Lawrenz im Jahr 2018. Der 31-jährige ist seit 2008 im Unternehmen und aktuell als Senior Account Manager bei TARGOBANK Commercial Finance (Leasing, Bereich Strategische Programme/Vendor IT).

Haben Sie in dieser Zeit Unterstützung aus der Bank erfahren?

Ja, absolut. Mein Vorgesetzter und meine Kollegen standen komplett hinter mir, haben mich emotional unterstützt und mich natürlich auch während der Fehlzeiten vertreten. Und auch die Bank als Arbeitgeber hat deutlich gemacht, dass sie das Engagement ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schätzt: Die TARGOBANK hätte sich zum Beispiel meinen Verdienstausfall von der DKMS erstatten lassen können, machte davon aber keinen Gebrauch. Und auch dass wir im September wieder eine für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kostenlose bankweite Typisierungsaktion machen können, zeigt außer meiner Sicht einmal mehr, dass die TARGOBANK hinter dem Thema steht.

Wissen Sie, wie es dem Spendenempfänger oder der -empfängerin heute geht?

Mittlerweile ja. Vor der Spende teilt die DKMS sowohl dem Spender als auch dem Empfänger nichts über die Identität des jeweils anderen mit, um auf beiden Seiten eventuelle persönliche Vorbehalte von vornherein auszuschließen. Jetzt weiß ich, dass meine Stammzellen an ein ungarisches Mädchen im Grundschulalter gegangen sind. Sie hatte eine schwere Form der Blutarmut und wurde bis zur Spende mit einer Therapie behandelt, die ihr körperlich sehr zugesetzt hat – sie war sehr schwach und hatte alle Haare verloren. Meine Stammzellenspende brachte die Wende – mit ihrer Hilfe wurde praktisch das ganze Immunsystem des Mädchens neu gestartet. Im Prinzip fließt nun mein Blut in den Adern der Patientin, sie hat jetzt auch meine Blutgruppe. Es ist schon verrückt, dass so etwas medizinisch überhaupt möglich ist – und ein überwältigendes Gefühl, jemandem auf diese Weise helfen zu können.

Haben Sie persönlichen Kontakt?

Das ist erst zwei Jahre nach der Spende möglich – vorausgesetzt, dass beide Parteien das möchten. Direkt nach der Spende ist es aber bereits erlaubt, anonym in Kontakt zu treten. Ich habe daher direkt nach der Spende meine Genesungswünsche an die Familie der kleinen Empfängerin geschickt und im September letzten Jahres einen sehr emotionalen Brief von den Eltern des Mädchens erhalten. Sie schrieben, dass sie durch meine Spende nicht nur das Leben ihres Kindes zurückbekommen hätten, sondern die gesamte Familie zurück in ein normales Leben gefunden habe – dafür seien sie unendlich dankbar. Und in der PS-Zeile stand:  „Und ihre Haare sind schon zwei Zentimeter lang!“ Wenn diese Zeilen keine gute Belohnung für meinen Einsatz sind, dann weiß ich es auch nicht. Ich würde mich jederzeit wieder als Spender zur Verfügung stellen.

Jetzt registrieren…

Möchten Sie auch Spender werden? Markus Lawrenz hat gemeinsam mit dem Gesundheitsmanagement „Ça va – Wie geht’s?“ eine Typisierungsaktion für die TARGOBANK organisiert. Fordern Sie ab dem 1. September online Ihr kostenloses Typisierungs-Set an. Den Link zur Registrierung und mehr Infos zum Ablauf der Spende finden Sie in Pixis (Link für IT, nur per Desktop aus dem TARGOBANK Netzwerk aufrufbar).

…und/oder spenden

Typisierungen sind mit Kosten verbunden, deshalb ist die DKMS auch immer dankbar für Geldspenden. Die TARGOBANK sponsert deshalb die Typisierungsaktion. Ergänzend hat die DKMS ein Spendenkonto für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingerichtet. Die Überweisungsdaten und weitere Infos zum Thema Spenden finden Sie ebenfalls in Pixis (Link für IT, nur per Desktop aus dem TARGOBANK Netzwerk aufrufbar).

 

Über die DKMS

Leukämie (Blutkrebs) ist eine bösartige Erkrankung der weißen Blutkörperchen, die vom Knochenmark (nicht Rückenmark) ausgeht. Für viele Erkrankte besteht die einzige Heilungschance in einer Stammzellspende. Die DKMS ist mit über 5,8 Millionen

potenziellen Spendern die weltweit größte Stammzellspenderdatei. Doch noch immer sucht jeder fünfte Betroffene in Deutschland vergeblich seinen passenden Spender. Dabei ist die Registrierung so einfach: Stäbchen rein – Spender sein.

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