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Mit der Einführung der bundesweiten Maskenpflicht seit Montag letzter Woche soll die Ausbreitung des Coronavirus weiter eingedämmt werden. Doch nicht nur medizinische Schutzmasken, sondern auch die sogenannten Alltagsmasken sind rar und oft überteuert. In ganz Deutschland schaffen Freiwillige jetzt Abhilfe. Targobankerin Dana Backasch ist eine von ihnen.

„Wie viele von uns habe ich mir die Frage gestellt, was ich in der jetzigen Situation neben der Einhaltung der Physical Distancing Regeln tun kann, um zu helfen“, erzählt Dana Backasch, Agile Coachin im Kundenservice der TARGOBANK. „Als ich dann den Aufruf unserer Feuerwehr hier in Duisburg gesehen habe, die Freiwillige sucht, die Behelfsmasken zum Atemschutz nähen, war mir klar: Da kann ich helfen!“

Das neue Abendprogramm

Schnittmuster und Material können sich die Freiwilligen in der Duisburger Mercatorhalle abholen und sich dann in eigens dafür eingerichteten Nähzentren oder zu Hause an die Nähmaschine setzen. Dana Backasch hat sich für letzteres entschieden. Sie erzählt: „Ich nähe meist am Abend zwei Stunden. Mittlerweile habe ich den Prozess so optimiert, dass es nach dem aufwendigen Zuschneiden recht flink von der Hand geht und sogar entspannend wirkt.“ Wenn sie die fertigen Masken bei der Feuerwehr abliefert, nimmt die Targobankerin direkt Material für den nächsten Schwung mit.

Wie am Fließband: Mittlerweile hat Dana Backasch schon 60 Masken für die Feuerwehr genäht – und produziert fleißig weiter.

Dana Backasch hat ein gutes Gefühl, sich auf diese Weise sozial engagieren und helfen zu können. Sie sagt: „Die Masken teilt die Feuerwehr an ehrenamtliche Unterstützer und Organisationen sowie Schulen in der Stadt aus. Hier besteht nach wie vor großer Bedarf. Auch wenn das Tragen dieser Alltagsmasken mit Sicherheit nicht die gültigen Hygiene- und Abstandsregeln ersetzt, schaffen sie eine Barriere beim Husten oder Niesen und helfen so, die Verbreitung des Virus einzudämmen.“

Im Nähzentrum der Duisburger Feuerwehr liefert Dana Backasch die fertigen Masken ab...
... und wird direkt mit Material für den nächsten Schwung versorgt.
Material von der Feuerwehr, Arbeitseinsatz von Freiwilligen: Eine große Hilfe für ehrenamtliche Organisationen, denn Preise von bis zu 20 Euro sind im Handel keine Seltenheit.

 

Nachmacher? Gern gesehen!

Haben auch Sie eine Nähmaschine zu Hause stehen und trauen sich zu, einfache Alltagsmasken zu nähen? Dann probieren Sie es doch einfach mal aus! Dankbare Abnehmer gibt es viele: Die eigene Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen, soziale Einrichtungen, Pflegekräfte, … Eine einfache Anleitung für solche Masken hat zum Beispiel die Stadt Essen veröffentlicht. Auf der Website der Stadt finden Sie die Anleitung in mehreren Sprachen sowie weitere Infos zum Thema.

Für diejenigen, die wie Dana Backasch im größeren Stil in Produktion gehen möchten: Ähnliche Initiativen wie die der Duisburger Feuerwehr gibt es in ganz Deutschland – bei Einrichtungen wir der Caritas, dem Deutschen Roten Kreuz, den Feuerwehren, Nachbarschaftshilfen oder Gruppen in den sozialen Netzwerken.

Und falls Sie kein Näh-Talent sind, sich aber anderweitig sozial engagieren möchten, haben wir in unserem Beitrag “Helfen geht auch auf Distanz” weitere Ideen für Sie zusammengestellt.

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