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Finanztipps vom Vermögensberater

Worauf kommt es beim Sparen an? Wie gehe ich mit der aktuellen Niedrigzinsphase um? Frank Eilers, Leiter Vermögensberatung bei der TARGOBANK in Bremen, gibt regelmäßig Geldanlage- und Investmenttipps.

Eine Welt voller Risiken und kleiner Chancen

Bremen, September 2022

US-Technologieaktien haben seit Mitte Juni um mehr als 20 Prozent zugelegt und auch der Welt-Aktienindex stieg um über 10 Prozent an. Wenn diese Zuwächse mit den aktuellen Aktien-Kennziffern abgeglichen werden, scheinen diese durchaus gerechtfertigt. Die Gewinnmargen liegen auf einem 15-Jahres-Hoch, was wiederum sehr hohe Gewinnerwartungen rechtfertigt. Auch sind die Kurs-Gewinn-Verhältnisse auf ein erträgliches Niveau gesunken. Müssten in diesem Umfeld Aktien nicht weiter steigen? Eigentlich ja, doch die Risiken sind aktuell unübersehbar groß: Da sind die geopolitischen Risiken wie der Ukraine-Krieg, der ChinaTaiwan- Konflikt, die Energieengpässe, das Inflationsrisiko, steigende Leitzinsen sowie der globale Konjunkturabschwung noch gekoppelt an das Spezialthema Corona. Es kann sich kurzfristig aber auch vieles zum Besseren wenden. Putin müsste nur endlich einsehen, dass sein Krieg keinerlei Sinn macht. Ja, das mag aktuell sehr unwahrscheinlich klingen, doch – nur als Beispiel – die deutsche Wiedervereinigung hatte über lange Zeit auch eine Wahrscheinlichkeit von annähernd Null, ähnlich war es mit dem 1979 geschlossenen Friedensvertrag zwischen Ägypten und Israel. Auch wenn dies ausdrücklich nicht als Anlagetipp zu verstehen ist, werde ich persönlich aufgrund der theoretischen Chancen in Aktien investiert bleiben. Und weil die Risiken aktuell größer sind denn je, konzentriere ich mich vornehmlich auf Dividendenfonds, auch wenn der Technologiebereich in einem Bullenmarkt eingeschwenkt ist.

Finanztipps: Archiv 2018-2022

  1. Anlegen mit wachem Auge und Weitblick (August 2022)

    Die Geopolitik beeinflusst aktuell das wirtschaftliche Geschehen in einem Ausmaß, wie es seit über 50 Jahren nicht mehr zu beobachten war. Geopolitik aber ist nicht prognostizierbar. Deshalb zur aktuellen Situation an den Aktienmärkten drei grundlegende Gedanken:

    1. Ein solide aufgestelltes, breit diversifiziertes Portfolio übersteht jeden Sturm und wird sich auch wieder erholen und ähnlich gut performen wie vor Ausbruch einer Krise. Anleger sollten deshalb aktuell auf der Aktienseite ein Portfolio mit einem hohen Anteil von Titeln mit einer stabilen, nachhaltigen Dividendenausschüttung in den Blick nehmen. Diese finden sich bei Unternehmen, die produkt- und markttechnisch ausreichend breit diversifiziert sind und die auch über eine gewisse Pricing-Power verfügen.
    2. In Zeiten hoher Inflationsraten sind solide geführte Unternehmen möglicherweise die beste Versicherung gegen den Preisauftrieb. Denn in aller Regel haben nur solide geführte Unternehmen die Möglichkeit, ihre Preise – angepasst an den Preisauftrieb – anzuheben, sodass Gewinnmarge und Gewinnwachstum tendenziell stabil bleiben und die Aktienkurse längerfristig in unveränderter Form steigen.
    3. Haussephasen halten im Durchschnitt deutlich länger an und führen auch zu deutlich höheren Kursanstiegen als in Baissephasen die Kurse sinken und diese zeitlich andauern. In turbulenten Börsenphasen verstellt die Anleger-Panik oft das Bild für das große Ganze. Daher zahlen sich Panikverkäufe in den wenigsten Fällen aus.
  1. Weiter in Aktien – aber nur defensiv (Juli 2022)

    Aktuell überschlagen sich die Krisenereignisse: Die Corona-lnzidenz steigt wie­der an – trotz sommerlicher Temperaturen. Die Noten­banken räumen nach lan­gen Beschwichtigungen jetzt massive Inflationsrisiken ein. Die USA reagiert mit Rekord­zinsanhebungen und die EZB wird immer unruhiger. Russ­land schränkt die Gasliefe­rung weiter ein – in der Fol­ge explodieren die Gaspreise. Und der Krieg in der Ukraine nimmt kein Ende, nachdem ursprünglich ein schnelles Ende erhofft wurde.

    Fakt ist: Die Corona-Pan­demie, das Inflationsrisiko und die Auswirkungen des Krieges wurden allesamt unterschätzt. Nach Fehlein­schätzung all dieser Einzeler­eignisse stellt sich die Frage, ob das gesamte „Setting” in seinem möglicherweise sehr unguten Zusammen­spiel ebenfalls unterschätzt wird. Auszuschließen ist es nicht. Auf der Aktienseite scheint daher – mehr denn je – ein sehr konservativer Investmentansatz angeraten. Große Wetten sind eigentlich alle nicht aufgegangen. So liegt z.B. seit Jahresanfang weder der Rüstungssektor noch der Clean-Energy-Be­reich im Plus. Sollte sich das Wirtschaftswachstum in den kommenden Monaten weiter abschwächen, können klas­sische Substanzwerte eine sinnvolle Alternative in der Anlagewahl darstellen. Ich setze deshalb weiterhin auf Aktien, weil Aktien gerade bei hohen Inflationsraten erfahrungsgemäß die beste Absicherung gegen den Preisauftrieb darstellen und weil ein solides Aktieninvestment bisher aus diversen Krisen, gleichgültig ob fundamental oder geopolitisch begründet, gestärkt hervorgegangen ist.

  1. Widriges Umfeld für Aktien (Juni 2022)

    Aktuell gibt es scheinbar nur Argumente dafür, keine Aktien zu halten. Da sind die Lieferengpässe, die die Industrieproduktion förmlich abstürzen lassen. Da ist der Inflationsdruck, der aus den Lieferengpässen resultiert, aber auch Folge des Ukrainekrieges ist. Da sind die Notenbanken, die in den USA besonders kräftig an der Zinsschraube drehen, sodass die Renditen in allen Laufzeitbereichen steigen. Und dann ist da noch die Sorge vor einem einbrechenden Konsum, denn Energie und der starke Preisanstieg bei vielen Gütern des täglichen Bedarfs wollen bezahlt werden.

    Und keines der angesprochenen Risiken ist derzeit wirklich greifbar. Wann hört die Corona-Krise in China auf, wann ist der Krieg in der Ukraine vorbei? Wer die Antwort hat, kann sagen, wann der Inflationsdruck nachlässt, die Konjunktur anspringt und die Zinsen wieder sinken. Doch weder Volkswirtschaftslehre noch Charttechnik können weiterhelfen. Zurzeit lässt sich nur konstatieren, dass die Risiken größer werden. Was ist also zu tun?

    Auf der Rentenseite könnte eine Option sein, auf kürzer laufende Anleihen auszuweichen. Und auf der Aktienseite scheint es angeraten, sich defensiv zu positionieren, zum Beispiel mit Value- bzw. Dividendentiteln im Rahmen einer Fondslösung. Auch diese sind zwar aktuell unter Druck, doch wenn die Börse dreht, dreht sie oft heftig und vor allem ohne Vorankündigung. Ich persönlich halte Aktien im Rahmen eines defensiven Ansatzes deshalb weiter die Treue, auch wenn es aktuell auch weh tun kann.

  1. Auf Qualitätstitel achten (Mai 2022)

    Bereits seit Jahresbeginn sind die großen Aktienindizes stark unter Druck. Die Verluste liegen im Durchschnitt bei zehn Prozent. Nach den konjunkturellen Auswirkungen der Corona- Pandemie drückt aktuell vor allem der russische Überfall auf die Ukraine die Märkte. Aufgrund der geopolitischen Ereignisse scheint es derzeit intuitiv richtig, bei Aktien- Engagements Vorsicht walten zu lassen. Aber selbst in Krisensituationen wie diesen sollten Anleger unüberlegte und überhastete Verkäufe vermeiden. Panik war noch nie ein guter Ratgeber für den Börsenhandel. Das gilt auch im aktuell inflationären Umfeld. Warum? Anleihen bescheren den Anlegern aufgrund der hohen Inflationsraten reale Verluste, weil die Notenbanken nicht so schnell die Zinsen erhöhen können, wie der Preisdruck steigt. Da sind Aktien im Vorteil.

    Unternehmen haben in einem inflationären Umfeld zumindest theoretisch die Möglichkeit, ihre Preise dem wirtschaftlichen Umfeld anzupassen und so die Gewinne real stabil zu halten. Sicherlich verfügen nicht alle Unternehmen über die notwendigen Preisüberwälzungsspielräume. Deshalb ist es gerade im aktuellen Umfeld wichtiger denn je, auf Qualitätstitel zu achten. Das sind zum Beispiel Unternehmen, die über eine große, weltweite Marktpräsenz und eine starke Wettbewerbspositionierung verfügen. Entsprechende Titel sind oftmals Value-Titel, die in Unternehmen mit einer hohen Dividendenausschüttung investieren. Diese finden sich oft auch prominent in Aktienfonds wieder.

  2. Aktien halten – auch wenn’s schwerfällt (April 2022)

    Die Hoffnung auf Frieden in der Ukraine ist unverändert da. Und wenn sich auch nur der kleinste Lichtblick in diese Richtung auftut, haussieren die Aktienmärkte, die insgesamt aber immer noch unter Druck sind. Sobald die Aktienmärkte aber die Chance auf Frieden erahnen, feiern sie dies in aller Regel mit einer massiven Hausse. Ein historisches Beispiel hierfür ist die Entwicklung des S&P 500 während des Zweiten Weltkriegs. Er geriet mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Frankreich massiv unter Druck und litt unter Pearl Harbor nochmals erheblich. Doch Pearl Harbor leitete die Kriegswende ein und die Börse drehte bereits vor dem Battle of Midway im Frühjahr 1942. Auch wenn der Krieg dann noch weitere drei Jahre andauerte und erst im August 1945 beendet werden konnte, lag der S&P 500 zu diesem Zeitpunkt im Vergleich zum Kriegsbeginn bereits wieder klar im Plus. Doch wo könnten Parallelen zu heute liegen?

    Der Krieg in der Ukraine könnte jederzeit – und darauf hoffen wir natürlich inständig angesichts der furchtbaren Bilder, die wir jeden Tag in den Medien verfolgen können – durch einen Waffenstillstand wieder zur Ruhe kommen. Es ließ sich bereits beobachten, wie die Märkte bei kleinsten positiven Anzeichen auf Entspannung reagierten. Der DAX sprang zuletzt an einem Börsentag um rund sieben Prozent beziehungsweise über 1.000 Punkte nach oben. Am Ende müssen sich Anlegerinnen und Anleger die Frage beantworten, ob sie nicht besser damit fahren, investiert zu bleiben, auch wenn’s mitunter schwerfällt.

  1. Was die US-Geldpolitik für Anleger bedeutet (März 2022)

    Die US-Notenbank Fed hat es offensichtlich sehr eilig, die Zinsen anzuheben. Nachdem zu Jahresbeginn für 2022 ein bis zwei Zinsschritte erwartet wurden, spekulieren die Märkte inzwischen bereits auf vier bis fünf. Der erste könnte bereits im März erfolgen. Diese extreme Verschärfung der US-Geldpolitik hat die Spielregeln an den Finanzmärkten über Nacht verändert. Doch was bedeutet das für Anleger?

    Auf der Aktienseite ist davon auszugehen, dass Technologie-Werte zwar langfristig gut performen, doch auf Jahressicht den Anlegern womöglich eher wenig Freude bereiten werden. Stattdessen könnten Kurzläufer-Renten-ETF oder offene Immobilienfonds eine Investmentalternative darstellen. Letztere können zwar nicht nach freiem Belieben verkauft werden, doch es hat sich gezeigt, dass dieses Investmentvehikel auch schwierige Börsenphasen vergleichsweise gut übersteht.

    Auch ein Tausch in Value-Titel wäre eine Überlegung wert – im aktuellen Umfeld zum Beispiel in Fonds, die sich auf Investments in Unternehmen mit einer hohen Dividendenausschüttung konzentrieren. Aber auch eine Verlagerung von US-Aktienengagements in europäische Werte könnte helfen, da die Europäische Zentralbank der Geldpolitik der US-Notenbank – so wie es aussieht – nur sehr zögerlich folgen wird. Und Anleger, die Positionen aus China im Portfolio haben, sollten im Blick behalten, dass China angekündigt hat, die Zinsen in diesem Jahr zu senken. Das könnte sich im aktuellen Umfeld als hilfreich herausstellen.

  2. Kann der Euro dieses Jahr zulegen? (Februar 2022)

    Seit der Finanzmarktkrise 2008 befindet sich der Euro im Abwärtstrend. Bis heute hat er zum US-Dollar fast 30 Prozent verloren. Ein Grund dürfte die unterschiedliche geldpolitische Ausrichtung der Europäischen Zentralbank (EZB) und der amerikanischen Notenbank Fed sein: Während die Fed gleich drei Zinsschritte im laufenden Jahr für möglich hält, äußerte die EZB derartige Ambitionen bislang nicht.

    Es scheint aber auch so zu sein, dass der Handlungsdruck auf die US-Notenbank deutlich größer ist. Nie war die Differenz der Kerninflation zwischen den beiden Währungsräumen größer. Und weil die Inflation in den USA so viel höher ist, ist der Erwartungsdruck auf die Fed entsprechend groß, die Zinsen anzuheben. Das wiederum könnte die Attraktivität des US-Dollar beflügeln. Die Vermutung liegt nahe, dass der US-Dollar auch 2022 zum Euro weiter zulegen kann. Auf der anderen Seite sind Währungen extrem schwer zu prognostizieren. Für 2021 hatten die Analysten einen deutlich stärkeren Euro vorausgesagt. Dieser könnte aber 2022 zulegen, wenn sich der Inflationsdruck langsam abbauen und das hohe US-Haushaltsdefizit wieder stärker in den Fokus rücken würde. So viel steht jetzt schon fest: Das Börsenjahr 2022 verspricht viel Spannung – die US-Leitzinsen strahlen ja nicht nur auf die Währung, sondern insbesondere auch auf die Renten- und Aktienmärkte aus. Der Jahresauftakt war für Bonds und Aktien bereits reichlich turbulent und könnte es auch bleiben.

  3. Aktienmärkte trotz vieler Risiken mit guten Chancen (Januar 2022)

    Inflation, China, Lieferengpässe und vor allem Corona – das sind aus heutiger Sicht die großen Risiken für das Aktienjahr 2022. Aber sind diese so groß, dass am Ende des Jahres die Aktienrendite negativ ausfallen wird? Wir sind zuversichtlich, dass es nicht so kommen wird. Vieles spricht für einen nachlassenden Preisdruck, womöglich schon im ersten Quartal des Jahres. Damit die Märkte beruhigt sind, muss die Inflation nicht gleich auf unter 2 Prozent sinken. Es dürfte schon reichen, wenn der Inflationsdruck sukzessive nachlässt. Das erscheint möglich. Für China wird für 2022 ein Wachstum um die 5 Prozent prognostiziert. Die chinesische Notenbank wacht scharf über den Konjunkturverlauf und greift über ihre Mindestreservepolitik in das Wirtschaftsgeschehen ein. Mit dieser Strategie hatte sie bereits die chinesische Wirtschaft durch die Finanzkrise manövriert und scheint damit auch die Immobilien-Krise überwinden zu können.

    Die Beseitigung der globalen Lieferengpässe wird möglicherweise mehr Zeit in Anspruch nehmen als erhofft. Doch die Aktienmärkte werden schon leichte Verbesserungen mit positiven Kursbewegungen honorieren. Die wahre Unbekannte für das Aktienjahr 2022 bleibt die Corona-Pandemie, auch wenn sich die Lage im Frühjahr erfahrungsgemäß meist bessert. Selbst wenn das schwer kalkulierbare Risiko Corona immer wieder für Rückschläge sorgen kann, sind wir zuversichtlich, dass die Aktienmärkte 2022 unterm Strich positiv auslaufen werden.

  4. Krypto-Anlagen bleiben Hochrisiko-Anlagen (Dezember 2021)

    Während die analoge Welt weiter mit den Folgen der Pandemie kämpft, erreichen Krypto-Anlagen ein neues Allzeithoch. Von Lieferkettenproblemen zeigt sich der Bitcoin unbeeindruckt, und die Knappheit an Grafikkarten, die Schürfer zum Erzeugen neuer Coins benötigen, treibt die Kurse eher noch an. Fakt ist, dass Krypto-Anlagen immer mehr im Fokus stehen – nicht nur bei Privatanlegern, sondern auch bei Unternehmen. Außerdem kursiert aktuell eine Zahl, die den Markt befeuert: So soll der Wert aller weltweit gehandelten Krypto-Anlagen angeblich erstmals die Marke von drei Billionen Dollar (2,6 Billionen Euro) überschritten haben.

    Analystenhäuser erklären das Kurs-Plus der Krypto- Anlagen zum einen mit dem Börsenstart des ersten an den Bitcoin gekoppelten ETF an der Wall Street. Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hatte sich, anders als in früheren Fällen, nicht grundsätzlich gegen diesen Indexfonds ausgesprochen, aber die Anleger gewarnt, dass Risiken und Nutzen sorgfältig abzuwägen seien. Zum anderen sieht man die Inflation als Grund. Anleger wollten ihr Geld vor ihr schützen. Ob sich dafür die extrem schwankungsanfälligen Krypto-Anlagen eignen, bleibt jedoch mehr als fraglich. Und im Gegensatz zu Krypto-Anlagen sind Aktien hinterlegt mit bestehenden Werten, also einem Anteil an einem real existierenden Unternehmen. Krypto-Anlagen hingegen haben keinen intrinsischen Wert. Die Gefahr eines Totalverlusts für den Anleger ist nicht ausgeschlossen!

  5. Stagflation ante portas? (November 2021)

    Stagflation beschreibt die Situation, in der wirtschaftliches geringes oder leicht negatives Wachstum und Inflation miteinander einhergehen. Dieses Phänomen wurde in den 1970er-Jahren im Zuge der Ölkrise in fast allen westlichen Volkswirtschaften beobachtet. Auslöser von Stagflationen sind in der Regel Angebotsschocks etwa durch stark steigende Energiepreise. Solche Schocks erhöhen die Produktionskosten. Unternehmen reagieren darauf, indem sie die Produktion verringern. Bei unveränderter Nachfrage steigen dann die Preise.

    Und heute? Aktuell wird die weltwirtschaftliche Produktion zurückgefahren, weil Vorprodukte nicht geliefert werden können, obwohl die Nachfrage da ist. Die Folge: Knappheitspreise. Gleichzeitig ziehen aufgrund von Energieknappheit die Energiekosten stark an. Folglich werden die Wachstumsprognosen nach unten revidiert und die für den Preisauftrieb nach oben.

    Sind das Vorboten eines Stagflationsszenarios? Nein. Denn die aktuellen Knappheiten beruhen auf Sonderfaktoren, die alle voneinander unabhängig sind, sich also nicht gegenseitig befeuern, und die mit großer Wahrscheinlichkeit im kommenden Frühjahr weitgehend abgebaut sein werden. Die Überschussnachfrage wird aber bleiben. Dies sollte 2022 zu überdurchschnittlich hohen Wachstumsraten bei nachlassendem Inflationsdruck führen. Das Stagflationsrisiko ist zwar da, aber es wird nicht Realität. Damit bleiben auch die längerfristigen Aussichten für die Aktienmärkte günstig. Kurzfristig allerdings leiden sie unter der Sorge vor Stagflation.

  6. Steigende Energiekosten könnten den Dax drücken (Oktober 2021)

    Europas Energieambitionen sind klar: durch die Umgestaltung seiner Stromerzeugungs- und Verteilungssysteme in eine kohlenstoffarme Zukunft überzugehen. Aber die gegenwärtige Situation ist teuer. Das Abschalten von Kohlekraftwerken und Atomkraftwerken in Deutschland sowie Engpässe bei erneuerbaren Energien, unter anderem aufgrund von geringen Windgeschwindigkeiten in der Nordsee (aktuell die langsamsten seit 20 Jahren), haben zu stark steigenden Strompreisen beigetragen. Doch auch die steigenden Gaspreise treiben den Strompreis, da rund 25 Prozent des europäischen Gasverbrauchs für die Erzeugung von Strom benötigt werden. Da gleichzeitig die C02-Steuer in den kommenden Jahren weiter angehoben wird, stellt auch Öl keine kostengünstige Alternative dar. Es ist davon auszugehen, dass die Energiepreise so lange weiter steigen, bis es möglich ist, Strom zu speichern und unter einem grünen Label effizienter zu produzieren. Das kann jedoch noch dauern. Und bereits auf Sicht von zwölf Monaten kann das für die westliche Welt eine Stagflation, also unterdurchschnittliches Wachstum und anziehende Inflationsraten, zur Folge haben. In diesem Szenario würden die Leitzinsen niedrig bleiben und die Kurszuwächse bei den Aktien wegen eines niedrigeren Gewinnwachstums geringer ausfallen. Das durchschnittliche Plus beim DAX könnte mittelfristig von 6 Prozent pro Jahr auf 4 Prozent sinken. Dennoch würde selbst dann kein Weg an Aktien vorbeiführen.

  7. Die Risiken sind weiter da! (September 2021)

    Der Optimismus an den Aktienmärkten scheint mitunter grenzenlos. Anfang August war der DAX erstmals über die Marke von 16.000 Punkten gesprungen Auch US-Aktienindizes erzielen immer neue Rekordstände. Viele Anleger können ihr Glück kaum fassen.

    Doch ohne den Spielverderber geben zu wollen: Anleger sollten jetzt nicht zu euphorisch handeln. Die Risiken sind da, und sie werden jeden Tag größer. Die Deltavariante des Coronavirus wird zum Beispiel in Asien zu einem immer größeren Problem. Eine anhaltende Ausbreitung dieser Virusvariante könnte die ohnehin schon brüchigen Lieferketten weiter destabilisieren. Die Produktion im asiatischen Raum könnte lahmgelegt werden. Demzufolge könnte dann auch nicht ausgeliefert werden.

    Eine weitere Verschärfung dieser Konstellation hätte Konsequenzen für die gesamte Weltwirtschaft. Weil wichtige Vorprodukte fehlen, müsste mit weiteren Produktionsausfällen auch im Westen gerechnet werden. Außerdem dürfte der Preisauftrieb in einem solchen Risikoszenario noch länger nicht seinen Höhepunkt erreicht haben. Höhere Preise aber dämpfen die Nachfrage und rufen – zumindest theoretisch – die Notenbanken auf den Plan. Die Folge wäre ein deutlich geringeres Wachstum bei möglicherweise höheren Zinsätzen. Dessen sollten sich Anleger bewusst sein – bei aller nachvollziehbare Euphorie!

  8. Vorsicht vor zu viel Kursfantasie! (August 2021)

    China bekam die Coronakrise im Sommer 2020 weitgehend in den Griff, die USA war beim Impfen zu Beginn 2021 sehr schnell. Weil aber in Deutschland die Impfkampagne holperig startete, fiel Deutschland im internationalen Vergleich zurück und holt erst seit wenigen Monaten deutlich auf. Darum zeigt der Ifo-Index auch erst seit einigen Monaten steil nach oben, eine Aufwärtsbewegung, die die USA und China bereits hinter sich haben. Hier haben die jeweiligen Frühindikatoren ihre Hochpunkte sogar bereits überschritten, zeigen weiterhin eine solide Aufwärtsbewegung, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau. In Deutschland hingegen könnte sich in den kommenden Monaten eine weitere Wachstumsbeschleunigung abzeichnen.

    Dieser Ausblick eröffnet in Deutschland Raum für Aufwärtsrevisionen bei den Unternehmensgewinnen, was bei manchen Anlegern Kursfantasien weckt. Das ist mit ein Grund, warum deutsche Aktien aktuell so gut performen. Es ist nicht auszuschließen, dass dieser Trend noch bis weit in die zweite Jahreshälfte trägt. Doch die Deltavariante, ein steigender Ölpreis, anhaltende Lieferengpässe und – damit verbunden – Angebotsengpässe und steigende Preise dämpfen das Gesamtbild. Diese Risiken waren vor zwei Monaten mehr abstrakter als reeller Natur, doch man muss inzwischen wohl einräumen, dass, selbst wenn Corona zum Jahresende weitgehend besiegt sein sollte, sich am Horizont Konjunktur- und damit auch Aktienrisiken abzeichnen, die nicht nur das deutsche Aktienumfeld betreffen würden.

  9. Rückenwind für den Dax in Sicht (Juli 2021)

    Im Februar 2020 war die Welt noch in Ordnung. Dann erreichte Corona auch Deutschland. Die deutsche Wirtschaft kam daraufhin fast zum Erliegen. Entsprechend bildete sich auch die Industrieproduktion zurück. Doch wie schaut das Bild mehr als ein Jahr später aus? Die jüngsten Angaben zeigen für Deutschland bei der Industrieproduktion einen Rückstand zum Februar 2020 von etwas über 6 Prozent an. Dagegen haben die Niederlande, Italien und Spanien wieder nahezu das Vorkrisenniveau erreicht, Österreich, Belgien und Griechenland liegen sogar darüber.

    Dennoch ist Deutschland kein Krisenverlierer. Die deutsche Produktion leidet zwar unter den weltweiten Lieferengpässen und kann seine Produktion nicht wie gewünscht hochfahren. Dies lässt sich aktuell an der großen Schere zwischen dem Auftragseingang für die Industrieproduktion und der tatsächlichen Industriefertigung ablesen. In aller Regel entwickeln sich Auftragseingang und Produktion mehr oder weniger parallel. Aktuell werden Aufträge jedoch gesammelt, aber nicht abgearbeitet.

    Doch es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Lieferengpässe überwunden sind und die deutsche Produktion wieder voll anspringt. Das ist eine gute Nachricht. Denn sie kann, wenn die guten Angaben zur Industrieproduktion anstehen, auch den deutschen Aktienmarkt nochmals beflügeln und dem DAX über die Marke von 16.000 Punkten helfen. Denn die Unternehmensgewinne erholen sich bereits aktuell – trotz weiterbestehender Unterauslastung.

  10. Inflation – Grund zum Jubeln? (Juni 2021)

    So mancher Aktienanleger ist aufgeschreckt: Die Inflation hat weltweit Fahrt aufgenommen, die Zinsen steigen. Eigentlich ist das ein Grund zum Jubeln. Denn die Verbraucherpreise steigen nur dann, wenn sich die Konjunktur- und damit auch die Gewinnaussichten der Unternehmen nachhaltig verbessern. Und genau das scheint der Fall zu sein. Wenn aktuell die Renditen von Anleihen ebenfalls steigen und diese damit allmählich wieder zum ernstzunehmenden Konkurrenten der Aktieninvestments werden, ist das auch positiv für die Aktienmärkte. Warum? Weil damit das Argument der alternativlosen Aktienanlage aufweicht und die Wahrscheinlichkeit von Übertreibungen, die zu Blasenbildungen führen könnten, kleiner wird.

    Das aktuelle Preisumfeld scheint insbesondere europäische Aktien zu begünstigen. Das liegt vor allem daran, dass die Anleiherenditen in den USA seit Jahresbeginn stärker steigen als in Europa und in Europa – im Unterschied zu den USA – konjunktursensible Titel überwiegen. Denn anders als Technologie- und Growth-Werte, die sich in fast jedem konjunkturellen Umfeld behaupten können, brauchen konjunktursensible Werte ein entsprechendes Umfeld. Insofern ist es gut möglich, dass 2021 europäische Titel outperformen werden, was in den letzten zwanzig Jahren selten der Fall war. Deshalb ist es sicherlich nicht unklug, wenn Anleger aufgrund der aktuellen Konstellation von ihrer Prämisse, US-Titel überzugewichten, aus taktischen Erwägungen kurzzeitig abweichen

  11. Treibsatz für die Aktienkurse (Mai 2021)

    Im ersten Jahresquartal kam sehr viel Gutes für die Aktienmärkte zusammen: Die Leitzinsen blieben niedrig und es kamen klare Aussagen, dass sich hieran auch im Jahresverlauf nichts ändern wird. Die Fiskalpolitik erwies sich als extrem locker und überraschte selbst die größten Optimisten. Zwei Siege bei Nachwahlen zu den US-Abgeordneten-Häusern verschafften US-Präsident Biden eine Mehrheit, um seine riesigen Fiskalprogramme umzusetzen. So überrascht es auch nicht, dass das Wirtschaftswachstum für die Welt im ersten Quartal kontinuierlich nach oben revidiert wurde. Der Internationale Währungsfonds (IWF) korrigierte seine Prognosen binnen drei Monaten um 0,5 Prozentpunkte auf aktuell 6 Prozent.

    Je besser die Konjunkturaussichten eingeschätzt wurden, umso mehr Raum hatten auch die Aktienanalysten, um ihre Gewinnschätzungen nach oben zu revidieren. Und die sich stetig verbessernden Gewinnaussichten waren dann wiederum der Treibsatz für die Aktienkurse und Aktienindizes. Und aktuell sieht es so aus, als würde dieser Trend auch im zweiten Quartal eine Fortsetzung finden.

    Ein unkalkulierbares Risiko bleibt natürlich weiter die Pandemie. Doch mit jedem Tag der fortschreitenden Impfungen dürften konjunktursensible Werte, wie sie vor allem in europäischen Aktienindizes zu Hause sind, auch in den nächsten Monaten sehr gut performen und den US-Aktien sowie insbesondere den Technologiewerten vorerst weiter die Schau stehlen

  12. Was der Gamestop-Hype lehrt (April 2021)

    Kaum einem Anleger werden die Ereignisse rund um die GameStopAktie zu Beginn des Jahres verborgen geblieben sein. Durch eine massenhafte Kaufverabredung von Kleinanlegern in einem Onlineforum schoss der Wert des Titels innerhalb weniger Tage durch die Decke obwohl er kurz zuvor noch nah am „Ramschniveau” lag und so erst zum Ziel von Hedgefonds wurde. Offenbar war das Ziel der User, die Leerverkaufsstrategie dieser Hedgefonds zu kontern und sie so in die Bredouille zu bringen was teilweise auch gelang. Richtig Fahrt aufnehmen konnte der Vorgang deshalb, weil es mittlerweile zahlreiche Neobroker gibt, die sich leicht über das Smartphone steuern lassen. Diese Technologie haben sich viele der GameStopSpekulanten zunutze gemacht. Da ist erstmal grundsätzlich kein Problem kann aber zu einem werden, wenn Anleger noch ungeübt auf dem Börsenparkett ist. Der Fall hat viele spannende Facetten, macht aber auch deutlich, welche Gefahren beim Investieren in Einzeltitel lauern.

    Viele der Kleinanleger, die den Hype mitmachten, haben ihren Einsatz verloren. Es ist wichtig, sich bewusst zu machen, dass Kurse genauso rasant fallen können, wie sie angestiegen sind. Wer also den richtigen Zeitpunkt verpasst, hat schnell das Nachsehen. Sinnvoller ist es, seine Investitionen breit zu streuen, beispielsweise mit Fonds, und auf eine fundierte und verlässliche Beratung durch Experten zu setzen. Das schont die Nerven und bringt im Zweifelsfall auch mehr Rendite.

  13. Junge Anleger stärker in den Blick nehmen (März 2021)

    Es fällt schwer, der Pandemie auch etwas Gutes abzugewinnen. Fakt ist aber: Die Nachfrage nach Wertpapieren hat im vergangenen Jahr auch im „Aktienmuffel-Land Deutschland” zugelegt. Getrieben wurde diese positive Entwicklung u.a. durch die krisenbedingt sehr volatilen Aktienmärkte. Zudem haben viele Menschen in der Lockdown-Zeit größere Geldmengen angespart, welche sie sonst für Urlaubsreisen oder Konsumgüter ausgegeben hätten.

    Ich glaube, es wäre verfrüht, bereits von einer Trendwende in der deutschen Aktienkultur zu sprechen. Ich stelle mir aber die Frage, wie sich dieser Trend verstetigen lässt. Da­zu ist es entscheidend, auch neue Zielgruppen an das Investment-Thema heranzuführen, vor allem die jüngere Generation, die oftmals keinen Draht zu Wertpapieren hat. Dabei lässt sich auch hier mittlerweile ein wachsendes Interesse beobachten. Diese Entwicklung gilt es zu fördern. Ich halte es für enorm wichtig, bereits Jugendliche mit den Chancen und Risiken der Geldanlage vertraut zu machen – nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass jüngere Generationen einen immer größeren Beitrag zu ihrer Altersvorsorge selbst werden aufbringen müssen. Entsprechend sind Banken gefragt, auch die jüngere Generation mit entsprechenden Depotangeboten stärker in den Blick zu nehmen. Konkret empfehle ich jungen Anlegern eine Kombination ausregelmäßigem Sparen in Wertpapieren mit einer zukunftsgerichteten Beratung. Der Berater der Hausbank hilft hier gerne weiter.

  14. Deutsche sollten sich nicht versparen (Februar 2021)

    Auch wenn die Nachfrage nach Wertpapieren zuletzt moderat angezogen hat, bleibt das Gros der Deutschen Sparweltmeister. Zwar ist nachvollziehbar, dass Menschen in der Corona-Krise ihr Geld lieber zusammenhalten. Doch die Deutschen müssen aufpassen, dass sie sich nicht versparen! Denn die Spar-Tugend ist in vielen Fällen buchstäblich wertlos geworden. Die dauerhaft niedrigen Zinsen erschweren nicht nur Vermögensaufbau und Altersvorsorge, sondern sorgen für einen realen Zinsverlust in Milliardenhöhe.

    Trotzdem steigt die Zahl der Aktionäre in Deutschland kaum. Der Anteil der Deutschen, die Aktien besitzen, liegt derzeit bei lediglich 16 Prozent. Um eine auskömmliche Rendite erzielen zu können, bleibt den Kunden aber nichts anderes übrig, als ein Stück weit ins Risiko zu gehen und bis zu einem gewissen Grad auf Wertpapiere zu setzen. Fakt ist: Kursschwankungen gehören zu Wertpapieren dazu. Die richtige Mischung aus Spar- und Wertpapieranlage, passend zu Ihrer individuellen Risikoneigung, ist entscheidend.

    Deshalb zum Jahresstart mein Appell an alle Sparer: Suchen sie den Kontakt zu einem Wertpapierberater Ihres Vertrauens. Entscheidend ist eine gute Beratung, damit der Anleger die Wertpapiere und ihre Funktionsweise versteht. Das verhindert böse Überraschungen. Ein probates Mittel sind Sparpläne, um bei Wertpapieren auch ohne großen Kapitaleinsatz erste Erfahrung zu sammeln.

  15. 2021 kann ein Aktienjahr werden (Januar 2021)

    2020 war sicherlich eines der herausforderndsten Jahre der jüngeren Vergangenheit – so gut wie jeder Bereich unseres Lebens war coronabedingt eingeschränkt. Selbstverständlich hatte das alles auch seine Effekte auf die Finanzmärkte. Doch so schwierig das vergangene Jahr in dieser Hinsicht auch war, so verhalten optimistisch lassen uns verschiedene Faktoren auf 2021 blicken. Die Hoffnung, das gerade angebrochene Jahr könnte sich zum Aktienjahr entwickeln, fußt unter anderem auf der berechtigten Annahme, das Coronavirus durch funktionierende Impfstoffe in absehbarer Zeit in den Griff zu bekommen. Das könnte die Märkte längerfristig beflügeln.

    Hinzu kommt, dass sie von einem gewissen Gewöhnungseffekt profitieren – die Ausschläge an den Börsen dürften mit Blick auf die Pandemie nicht mehr so stark wie im vergangenen Jahr sein. Dennoch werden sich die Notenbanken hüten, ihre ultralockere Geldpolitik zu ändern. Damit bleiben die Aktienmärkte auch in 2021 von der Geld- und Fiskalpolitik weiter gut unterstützt. Kombiniert man diese Indikatoren mit der Aussicht auf eine Normalisierung der internationalen Handelsbeziehungen nach der Abwahl Donald Trumps und der bereits wieder auf Vorkrisenniveau brummenden chinesischen Volkswirtschaft, hellt sich die Stimmung weiter auf. Als Anleger kann man also durchaus positiv aufs neue Jahr blicken.

 

Keine Anlageempfehlung, keine Beratung: Diese Information dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine individuelle Anlageempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder sonstigen Finanzinstrumenten dar. Diese Ausarbeitung allein ersetzt nicht eine individuelle anleger- und anlagegerechte Beratung.