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Im Sommer hat das Gesundheitsmanagement „Ça va – Wie geht’s?“ eine bankweite Aktion zur Darmkrebsprävention durchgeführt. Wie ist die Aktion gelaufen? Wir haben bei der Ça va-Projektverantwortlichen Erika Kasper nachgefragt.
Erika Kasper Projektverantwortliche für das betriebliche Gesundheitsmanagement der TARGOBANK

Frau Kasper, die Darmkrebsaktion ist abgeschlossen –  wie lautet Ihre Bilanz?

Ich bin sehr zufrieden mit der Aktion. Viele Kollegen haben sich per E-Mail gemeldet oder uns auf dem Gang angesprochen und sich für das Vorsorgeangebot bedankt. Das ist für mich schon einmal ein schönes Zeichen, dass wir hier einen Nerv getroffen  haben. Und das zeigen auch die Zahlen: Obwohl die letzte Aktion noch gar nicht so lange her ist, haben wieder rund 2.500 Kollegen, also  ein gutes Drittel der Belegschaft, ein Testset angefordert. Es ist schade, aber auch normal, dass im Nachgang nicht alle angeforderten Testsets dann tatsächlich auch zurückgesendet werden – unsere Quote ist mit gut 65 Prozent im Vergleich mit anderen Unternehmen sehr gut. Und man darf auch nicht vergessen: Corona hat uns die Umsetzung nicht leichter gemacht. Glücklicherweise war auch in diesem Jahr bei der überwältigenden Mehrheit der Tests, also bei gut 96 Prozent, das Ergebnis negativ.

Eine gute Nachricht – dennoch hat eine kleine Zahl von Kolleginnen und Kollegen ein positives Ergebnis erhalten. Was bedeutet das für die Betroffenen?

Ein positives Ergebnis muss noch nichts Schlimmes heißen. In den überwiegenden Fällen ist das Resultat auf harmlose Ursachen zurückzuführen und noch kein Beleg für eine Krebserkrankung. Trotzdem ist es wichtig, einen auffälligen Befund mit dem Hausarzt zu besprechen. Nur in Einzelfällen wird dann bei den weitergehenden Untersuchungen tatsächlich eine ernsthafte Erkrankung festgestellt. Aber auch da stehen die Chancen gut, wenn die Diagnose möglichst früh feststeht. Das haben wir bei unseren letzten beiden Aktionen 2015 und 2017 und auch in diesem Jahr wieder erlebt: In allen drei Jahren konnte über unsere Vorsorgeaktion jeweils eine Person auf eine Erkrankung im Anfangsstadium hingewiesen werden. Die Betroffenen haben sich bei uns gemeldet – der Test ist ja anonym – deshalb wissen wir davon. Sie sagen ganz klar, der Test habe ihnen das Leben gerettet. Alleine für diese drei hat sich der gesamte Aufwand der Aktionen für uns mehr als gelohnt.

Klingt nach einem vollen Erfolg – wird es in den kommenden Jahren weitere Aktionen zur Darmkrebs-Prävention geben?

Ja, der Erfolg der bisherigen Aktionen hat uns darin bestärkt, dass wir diese auch in Zukunft wieder anbieten wollen. Ein genauer Zeitplan steht dafür noch nicht fest, aber wir planen aktuell mit einer Wiederholung nach zwei oder drei Jahren. Vollständigkeitshalber sei gesagt: Wer an der letzten Darmkrebsaktion nicht teilgenommen hat, muss natürlich nicht auf die nächste Ça va-Maßnahme warten: Wer möchte, kann auch in der Apotheke ein Testset zur Darmkrebsfrüherkennung erwerben oder alternativ den Hausarzt ansprechen.

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