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33 Auszubildende der TARGOBANK haben ihre Ausbildung verkürzt und stehen kurz vor ihren Abschlussprüfungen. In Coronazeiten eine ganz besondere Herausforderung, wie uns Lisa Reisberg aus Berlin erzählt.

Lisa Reisberg hatte sich die Entscheidung, ihre Ausbildung zu verkürzen, nicht leicht gemacht. Sollte sie sich als Mutter von zwei kleinen Kindern tatsächlich den zusätzlichen Stress antun? Aber ihre Leistungen in der Filiale und in der Schule waren sehr gut und es war eine schöne Aussicht, selbst mit der Schule fertig zu sein, bevor ihre große Tochter im August eingeschult würde. Den Weg dahin haben die Einschränkungen durch die aktuelle Corona-Pandemie allerdings nicht einfacher gemacht…

Unterstützung von allen Seiten

Lisa Reisberg, 24 Jahre, 2 Kinder (2 und 5 Jahre)
Auszubildende in der Filiale Berlin-Friedrichshain

„Als ich erfahren habe, dass sowohl die Schule, als auch die Präsenztrainings in unserer Trainingsakademie in Radevormwald ausfallen würden, war das ein ganz schöner Schock für mich“, berichtet die 24-Jährige. „Erst einmal konnte ja keiner sagen, wie es jetzt weitergehen würde.“ Schon nach wenigen Tagen war aber klar, dass alle Verantwortlichen schnell an einem Strang zogen, um die Azubis trotzdem so gut wie möglich auf die Prüfungen vorzubereiten. Lisa Reisberg erzählt: „Sowohl unsere Lehrer aus der Berufsschule, als auch unsere Trainer aus der TARGOBANK haben uns schon nach kurzer Zeit viel Material geschickt und es gab einen engen Austausch per Telefon, Mail und Skype.“

Auch in der Filiale bekam Lisa Reisberg viel Unterstützung von ihrem Filialleiter Holger Büchner, ihrer Ausbilderin Tanja Weise und dem Rest des Filialteams. Sie sagt: „Dass die Kita meiner Kinder für mehrere Wochen geschlossen hatte, war eine zusätzliche Herausforderung. Da hat es mir schon sehr geholfen, dass ich Sonderurlaub nehmen konnte und auch immer wieder Zeit bekommen habe, um in der Filiale oder zu Hause für die Prüfungen zu lernen.“

Filiale statt Kita: Lisa Reisbergs Töchter fanden es super, Mama auch einmal zur Arbeit begleiten zu können. „Dass die Bank in der Corona-Situation uns so viel Flexibilität eingeräumt hat, hat mir oft sehr geholfen“, sagt die Targobankerin.

 

Webinar im Büro statt Training in Rade

Nicole Korsen, 47 Jahre, 2 Kinder, Azubi-Trainerin für Bankkaufleute

Auch Azubi-Trainerin Nicole Korsen hatte in den letzten Wochen alle Hände voll zu tun. Sie berichtet: „Wir Trainer möchten natürlich unsere Auszubildenden so gut vorbereitet wie möglich in ihre Prüfungen schicken. Deshalb haben wir im März direkt angefangen, um uns alternative Trainings zu kümmern.“ Das Team stellte eine ausführliche Lernstrecke mit vielen Informationen und Tipps für die mündliche Prüfung sowie vielen Links auf Videos auf Prüfungs-TV zusammen. Das war Pflichtlektüre und diente zur Vorbereitung auf ein ebenfalls schnell konzipiertes Webinar.

Nicole Korsen beim Webinar mit den Azubis. Im Videochat besprachen die Trainer mit den Auszubildenden zum Beispiel wie die Prüfung abläuft, worauf die Azubis achten müssen und welche Lerninhalte wichtig sein werden.

 

Lisa Reisberg hat das Webinar am 5. Juni 2020 absolviert. Sie berichtet: „Mir war klar, dass das Webinar kein Präsenzseminar in Rade komplett ersetzen konnte. Ich war aber erstaunt, wie gut der Stoff vermittelt werden konnte. Es hat meine Unsicherheit geschmälert, Strukturfragen geklärt und mir eine sehr gute Vorbereitungsgrundlage gegeben. Abgesehen davon hätte ich aber natürlich gerne die anderen Azubis aus ganz Deutschland in Rade getroffen und Zeit gemeinsam mit ihnen verbracht.“

Die letzten Vorbereitungen auf die Prüfungen: Im Webinar helfen die TARGOBANK Trainer Lisa Reisberg, letzte Unsicherheiten zu beseitigen.

Ähnlich geht es Nicole Korsen: „Für mich als Trainerin war es schwierig zu erkennen, ob die Teilnehmer alles verstanden haben – ich war viel mehr darauf angewiesen, dass die Teilnehmer sich selbst melden, wenn sie noch Fragen haben.“ Die vielen positiven Rückmeldungen der Azubis haben der Trainerin aber ein gutes Gefühl gegeben. Sie sagt: „Die Teilnehmer hatten sich gut auf das Webinar vorbereitet und kennen die Prüfungsinhalte. Was mir persönlich allerdings fehlt, ist der private Austausch, der in Radevormwald immer dazugehört. Schließlich haben wir die Gruppe jetzt zwei Jahre lang begleitet und jeder einzelne ist mir ans Herz gewachsen.“

Jetzt heißt es: Daumen drücken!

Lisa Reisberg hat es jetzt fast geschafft: Die schriftlichen Prüfungen stehen am 18. und 19. Juni an, die mündliche am 23. Juni. „Ich bin schon recht nervös“, gibt sie zu. „In der Prüfung kommen auch Themen wie Baufinanzierung oder Nachlassfälle vor, die bei uns in der Filiale nur am Rande vorkommen. Die hat meine Ausbilderin aber in den letzten Tagen noch mit mir geübt, das hat mir noch einmal mehr Sicherheit gegeben.“ Ihr Chef Holger Büchner lacht und sagt: „Ich habe da überhaupt keine Bedenken: Lisa hat während ihrer Ausbildung schon viel Erfahrung in der Beratung von Kunden sammeln können und wird das sicher hervorragend machen.“

Auch zukünftig ein Team: Filialleiter Holger Büchner, Lisa Reisberg und Ausbilderin Tanja Weise

Über eines sind sich Auszubildende und Chef aber jetzt schon im Klaren: Lisa Reisberg wird der TARGOBANK erhalten bleiben. Sie strahlt: „Ich werde nicht nur weiter für die Bank, sondern sogar hier in meiner Heimatfiliale arbeiten dürfen! Ich möchte nirgendwo anders hin. Hier fühle ich mich einfach wohl, ich habe tolle Kollegen und einen super Chef.“ Und auf die Frage, wohin die Reise in der ferneren Zukunft gehen soll, hat sie auch schon eine Antwort: „Ich möchte mich auf Dauer auf jeden Fall noch weiterentwickeln. Zum Beispiel den Ausbilderschein machen oder auch Führungskraft werden. Aber das werde ich mit meinem Chef besprechen, wenn es so weit ist. Jetzt stehen erstmal die Prüfungen an!“ Dafür drückt das voilà-Redaktionsteam ihr und allen anderen Azubis, die jetzt ihre Prüfungen absolvieren, fest die Daumen!

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