10 Jahre TARGOBANK

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Kahle Hänge in Werdohl: Der Wald des Ortes im Sauerland hat nicht nur unter den massiven Folgen des Sturms Kyrill im Jahr 2007 gelitten, sondern auch unter der massiven Trockenheit und dem Borkenkäferbefall der letzten beiden Sommer. Jetzt hilft die TARGOBANK bei der naturnahen Wiederbewaldung und dem ökologischen Waldumbau.

„Heute vor zehn Jahren haben wir unsere Marke TARGOBANK aus der Taufe gehoben – ein guter Anlass, etwas zurückzugeben“, erklärt Pressesprecherin Sonja Glock, die auch für das Thema CSR (Corporate Social Responsibility) zuständig ist. „Und da unsere Verantwortung für die Umwelt sowohl der Unternehmensleitung, als auch vielen Targobankern ein wichtiges Anliegen ist, haben wir beschlossen, anlässlich des Jubiläums 10.000 Euro an das Bergwaldprojekt zu spenden.“ Der Verein kümmert sich um den Schutz, den Erhalt und die Pflege des Waldes, sowie die Förderung des Verständnisses für die Zusammenhänge in der Natur, die Belange des Waldes und die Abhängigkeit des Menschen von diesen Lebensgrundlagen.

Unser Vorstandsvorsitzender Pascal Laugel fand die Idee sogar so gut, dass er das Bergwaldprojekt auch in der Zukunft unterstützen möchte. So wird die TARGOBANK nun auch in den kommenden vier Jahren je 10.000 Euro an diese gemeinnützige Organisation spenden. Auf diese Weise entsteht innerhalb von fünf Jahren ein neuer Wald mit 10.000 Bäumen in Werdohl.

 

Die Stadt Werdohl liegt im Sauerland und ist Teil des Märkischen Kreises.

 

Die ersten 2.000 TARGOBANK Bäume – alles standortheimische Laubhölzer – wird das Bergwaldprojekt gemeinsam mit vielen freiwilligen Helfern im Zeitraum vom 29.03. bis 04.04.2020 pflanzen.

Hier entsteht der „TARGOBANK Wald“

Am 17. Januar 2007 traf der Orkan Kyrill das Sauerland mit voller Wucht. Die Stadt Werdohl war besonders betroffen. Riesige Waldflächen wurden innerhalb weniger Stunden vernichtet, denn die umliegenden Hänge waren fast ausschließlich mit labilen Fichten bepflanzt. Im Zuge der Industrialisierung Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts waren die dortigen Laubwälder abgeholzt und für die Industrie zu Holzkohle verarbeitet worden. Anstelle der Laubbäume waren standortsfremde Fichten gepflanzt worden, die auf den sauren und kargen Böden gut wuchsen und schnell Bauholz lieferten.

 

Die Folgen von Kyrill sind rund um Werdohl auch heute noch deutlich sichtbar.

 

Der Verlust des Waldes war eine große Katastrophe für die ganze Gegend – doch Werdohl begriff ihn auch als Neubeginn und Chance für die Waldentwicklung. Nach und nach wird hier seitdem die nächste Waldgeneration gepflanzt – keine Fichten mehr, sondern wieder standortheimische Laubhölzer. Denn man weiß inzwischen: Neben seiner Nutzfunktion hat der Wald auch noch weitere wichtige Aufgaben. Als natürlicher Filter reinigt er die versickernden Niederschläge und sorgt für reines Quell- und Grundwasser, er vermindert den Oberflächenabflusses und die Erosion. Außerdem sind heimische Laubmischwälder wertvolle Lebensräume für viele seltene Tiere und Pflanzen.

Die Arbeit des Bergwaldprojektes in Werdohl

Ein Jahr nach Kyrill, im Frühjahr 2008, fand der erste Einsatz des Bergwaldprojekts in Werdohl statt. Seitdem kümmert sich der Verein um die Entwicklung eines stabilen Waldes. Freiwillige Helfer pflanzen heimische Laubbäume wie Buchen, Eichen, Ulmen und Ahornbäume. Zum Teil müssen die beim Wild besonders beliebten Baumarten durch Einzelschutzmaßnahmen vor Verbiss geschützt werden. Zudem zählt neben der Pflanzung auch die Bestandspflege der jungen Bäume zu den wichtigen Arbeiten im Werdohler Wald.

 

Seit dem Jahr 2008 bemüht sich das Bergwaldprojekt gemeinsam mit vielen freiwilligen Helfern um die Wiederaufforstung und dem ökologischen Waldumbau auf den Hängen rund um Werdohl.

 

Peter Naumann, im Vorstand des Bergwaldprojekts zuständig für CSR und Öffentlichkeitsarbeit, erklärt: „Der Orkan ist für Werdohl die Chance, den Wald für die ungewisse Zukunft zu rüsten. Unsere Maßnahmen sichern zunächst den wertvollen Humus und verhindern Erosion. Langfristig stabilisieren sie den gesamten Waldbestand, da die genannten Baumarten trockenheitsresilienter als die Fichte sind, viel Trinkwasser speichern und die Biodiversität des gesamten Artengefüges enorm verbessern. Denn je höher die Artenvielfalt in einem Ökosystem ist, desto stärker ist auch seine Toleranz gegenüber Störungen wie den Klimawandel.“

 

Das Bergwaldprojekt

Zweck des Vereins ist der Schutz, der Erhalt und die Pflege des Waldes, insbesondere des Bergwaldes und der Kulturlandschaften, sowie die Förderung des Verständnisses für die Zusammenhänge in der Natur, die Belange des Waldes und die Abhängigkeit des Menschen von diesen Lebensgrundlagen. Zu diesem Zweck arbeitet das Bergwaldprojekt mit Freiwilligen in Wäldern, Mooren und Freilandbiotopen an verschiedenen Orten in Deutschland.

Ziel der Arbeitseinsätze ist es, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen.
Der gemeinnützige Verein setzt sich aus 25 ehrenamtlichen Mitgliedern zusammen und ist unabhängig, überparteilich und weltanschaulich neutral. Das Bergwaldprojekt ist neben Deutschland und der Schweiz auch in Österreich, Liechtenstein, Spanien und der Ukraine vertreten.

 

alle Fotos (c) Bergwaldprojekt

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